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3 Feb 2011

Genese und Geltung des Urheberrechts

Author: admin | Filed under: vorträge

Am 31.01.2011 fand die letzte Veranstaltung in der Vortragsreihe „Alles Buch“ statt. Dr. Eberhard Ortland, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut der Universität Hildesheim, befasste sich in seinem Vortrag mit der Genese und Geltung des Urheberrechts. Ein Bericht von Charlotte Künne

Vergangene Woche hörten wir den Vortrag mit dem Titel „Von Künstlern und Piraten – Die Rechtssituation im Hörbuchmarkt“ von Stephanie Häger, Mitarbeiterin in der Abteilung Rechte und Lizenzen bei „Der Hörverlag“. Ein Bericht von Nadja Schwarz

Zunächst ging Häger auf den Hörbuchmarkt allgemein ein. Die Hörbücher „boomen“ seit den späten 1990er Jahren. Der Hörbuchmarkt ist immer mehr gesättigt, besitzt aber immer noch Potential. In Deutschland gibt es ca. 115 Verlage, die um die 2000 Neuerscheinungen pro Jahr produzieren. Zu den Verlagen zählen unter anderem „Der Hörverlag“, „Hörbuch Hamburg“, „Argon“, „Oetinger“, „Lübbe“, „Eichborn“ und „Random House“. Der Umsatzanteil des Hörbuchmarktes beträgt jedoch nur 3,5%.

Danach stellte sie den „Hörverlag“ vor. Seit November 2010 gehört der 1993 von Gesellschaftern wie „Suhrkamp“, „Hanser“ und „Klett-Cotta“ gegründete „Der Hörverlag“ zur Verlagsgruppe „Random House“. Unter den verschiedenen Hörbuchverlagen in Deutschland hat er einen Marktanteil von 10 %. Zu den bekanntesten herausgegebenen Titeln zählen „Harry Potter“, „Sofies Welt“, „Der Schwarm“, „Herr der Ringe“ und Werke von Henning Mankell. Der Verlag will jedoch nicht nur mit Bestsellern in Verbindung gebracht werden. Als ein literarischer Verlag ist er stolz auf die „Lyrikstimmen“, eine Sammlung von Dichtern im Originalton. Berühmte Sprecher des „Hörverlags“ sind u.a. Rufus Beck, Christian Ulmen, Andrea Sawatzki und Senta Berger.

Um auf die Frage der Hörbuchrechte zu kommen, soll vorher die Produktion eines Hörbuchs beschrieben werden, da diese wesentliche rechtliche Fragen betrifft.
Die Basis bilden der Soff, die Umsetzung und der Sprecher, wobei das Lektorat die Entscheidungsgewalt besitzt. Hier die Fragen, die zu bedenken sind:
1.Soll man auf einen Buchvorlage oder auf ein originäres Hörstück zurückgreifen?
2.Will man eine Lesung oder ein Hörspiel?
Dies ist abhängig von Umfang und Opulenz. Ein Hörspiel ist teurer als eine Lesung.
3.Soll das Material gekürzt oder komplett gelesen werden?
Bei einem Klassiker ist jedes Wort Weltliteratur. Bei Frank Schätzing zum Beispiel ist es kein Problem, einzelne Passagen zu kürzen. Bei der Kürzung spielt allerdings auch die rechtliche Lage eine wichtige Rolle. J.K. Rowling will zum Beispiel nicht, dass ihr Werk gekürzt wird.
4.Soll das Material vom Autor oder von einem Schauspieler gelesen werden?
„Manche Autoren sind nicht zum Lesen geboren.“ lautete hier die Aussage Hägers.
Schauspieler hatten Unterricht und können verschiedene Ebenen wiedergeben.
5.Sollen es mehrere Sprecher sein oder ein einzelner?
Wenn es verschiedene Perspektiven im Buch gibt, ist es sinnvoll mehrere Sprecher einzusetzen.
6.Soll der Leser ein Filmstar sein oder ein Bühnenkünstler?
Hier spielt der Wiedererkennungswert eine Rolle, allerdings ist die Beantwortung der Frage auch abhängig von dem Titel.

Diese Fragen sind alle wichtig für die Rechtssituation. Bei den Hörbuchrechten muss man die Rechteinhaber, besonders den Urheber berücksichtigen. Zu diesen zählen Autor, Übersetzer, Bearbeiter, Komponisten, Fotografen, Illustratoren bzw. deren Verlage und Agenturen.
Außerdem zu beachten sind die Leistungsschutzrechte der Sprecher, Regisseure, Musiker, Produzenten und Tonträgerfirmen. 50 Jahre nach der Leistungsentstehung sind die Rechte frei.
Des Weiteren existieren verschiedene Rechtearten. Dazu zählen Dramatisierung, Tonträgerrechte, Downloadrechte, Sende- und Aufführungsrechte sowie Vertriebsrechte.
Beim Hörbuchverlag entstehen im Unterschied zum belletristischen Buchverlag sehr viel mehr Verträge, wodurch die Produktion eines Hörbuchs teurer wird. Die „Lyrikstimmen“ des DHV erforderten insgesamt drei Jahre Arbeit und ca. 1000 Verträge. Pro Jahr werden in einem Hörbuchverlag 800-1000 Verträge abgeschlossen. Das Ziel ist, dass möglichst viel selbst produziert wird, um Kosten zu sparen.
Nun kommen wir zum Download. Der Anteil der Downloads von Hörbüchern im Internet am Hörbuch-Gesamtumsatz beträgt 7,1 % (Vorjahr: 4 %). Die wichtigsten Anbieter sind „Audible“, „Claudio“, „iTunes“, „Libri.de“ und „Musicload“. „Amazon“ ist der Eigentümer von Audible, dessen Umsatz allein insgesamt 80 % ausmacht.

Ein großes Problem stellt hier die Preisstruktur dar. Um Kunden zu binden, werden Abomodelle angeboten. Illegale Downloads sollen minimiert werden. Dies versucht man über einen geringen Preis zu erzielen. Außerdem sind die Lizenzen höher als bei CDs. Die Urheber bzw. Autoren wollen mehr Geld, da ja u.a. beim Hörbuch keine Lagerkosten entstehen. Bei literarischen Titeln ist die Downloadrate sehr gering. Durch diese Komponenten entstehen Erlösprobleme bei den Verlagen.

Hinzu kommen trotzdem die illegalen Downloads, „Piraterie“ genannt, bzw. Urheberrechtsverletzungen.
Zu den Erscheinungsformen zählen „YouTube“, „Ebay“, „Rapidshare“, Tauschbörsen und Usenet-Seiten. Bei letzteren hat der Verlag keine Möglichkeiten darauf zuzugreifen.
Um diesen „Piraten“ entgegenzuwirken, hat ein Hörbuchverlag nur begrenzte Mittel. Zum einen kann er die Videos auf YouTube löschen, aber der Arbeitsaufwand hierbei ist viel zu hoch. Zum anderen arbeiten Hörbuchverlage mit Anwaltskanzleien zusammen, die Internetseiten auf illegale Angebote scannen. Wenn ein derartiges Angebot entdeckt wurde, wird eine Unterlassenserklärung abgegeben und schließlich Schadensersatz je nach Wert des Hörbuchs eingefordert.

Die wichtigste Aufgabe, so das Fazit Stephanie Hägers, ist und bleibt jedoch die Aufklärung.

1 Feb 2011

Technische Schutzmaßnahmen – oder lieber doch nicht?

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Am 17. Januar 2011 fand der vierte Vortrag der Vortragsreihe „Alles Buch“ zum Thema „Alles was
Recht ist“ statt. Klaus Wrede, der Geschäftsführer der Symposion Publishing GmbH, sprach zum
Thema „Inhalt ohne DRM. Das Interesse des Lesers und das Geschäft des Verlegers“. In seinem
Vortrag wurden sechs Thesen vorgestellt, die sich mit der Zukunft des Digital Rights Managements
beschäftigen. Ein Bericht von Anna-Lena Brötzmann.

19 Jan 2011

Wem gehört Dein Bild?

Author: admin | Filed under: vorträge

Mit dem Thema „Wem gehört Dein Bild?“ von Prof. Dr. Peter Lutz fand am 13. Dezember 2010 zum dritten Mal die Vortragsreihe „Alles Buch 14 – Alles was Recht ist: Rahmenbedingungen der Buchbranche“ statt. Sein Vortrag behandelte das Thema, wem eigentlich ein Bild gehört und wer welche Rechte daran hat. Neben seiner Arbeit als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht ist Professor Lutz außerdem noch Honorarprofessor am Lehrstuhl für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von Mara Ilsabe Hässner

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Am 10. Januar 2011 fand der erste Vortrag im neuen Jahr der diesjährigen Vortragsreihe „Alles Buch“ zum Thema „Alles was Recht ist“ statt. Matthias Ulmer, Geschäftsführer der Eugen Ulmer KG, veranschaulichte, was sich unter dem Urheberrecht verbirgt, wer alles davon betroffen ist und zeigte Verbesserungsmöglichkeiten auf. Ein Bericht von Anne Seifert.

„Wird die Zukunft mit oder ohne Urheberrecht schöner?“ Diese Frage stellte Ulmer gleich zu Beginn des Vortrags in den Raum und beantwortete sie auch sofort: „Die Zukunft wird schöner mit Urheberrecht.“ Diese Frage zu beantworten sei genauso leicht, wie die Frage, ob die Buchpreisbindung wichtig oder unwichtig sei. Allgemein wären diese Fragen kurz und bündig zu beantworten, nämlich dass das Urheberrecht, genauso wie die Buchpreisbindung, vorteilhaft für die Zukunft der Buchbranche seien. Doch sollte man auch hinter die Kulissen schauen und die Komplexität und Wirkungsweite des Urheberrechts genauer betrachten.

22 Nov 2010

E-Books im Schneckentempo

Author: admin | Filed under: vorträge

Warum das Geschäft in Deutschland nur schleppend vorankommt

Am 15. November 2010 fand der zweite Vortrag der diesjährigen Vortragsreihe „Alles Buch“ zum Thema „Alles was Recht ist“ statt. Dr. Michael Roesler-Graichen, Fachredakteur des Börsenblatt, veranschaulichte, warum das E-Book-Geschäft in Deutschland nur schleppend vorankommt. Ein Bericht von Anne Seifert

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16 Nov 2010

Fotos: Vortrag vom 15.11.2010

Author: admin | Filed under: vorträge

Der Vortrag am 15.11. war recht gut besucht. Dr. Michael Roesler-Graichen sprach über den deutschen “E-Book-Markt im Schneckengang”. Ein Artikel dazu folgt in Kürze.

weitere Fotos von anouphagos

14 Nov 2010

Was sind Wörter heute noch wert?

Author: admin | Filed under: vorträge

Das Geschäftsmodell Schreiben in Zeiten der Digitalisierung

Am 8. November 2010 begann die diesjährige Vortragsreihe „Alles Buch“ zum Thema „Alles was Recht ist“. Erster Redner war Michalis Pantelouris, gelernter Magazinjournalist, zur Fragestellung „Was sind Wörter heute noch wert? Das Geschäftsmodell Schreiben im Zeitalter der Digitalisierung“. Ein Bericht von Nadja Schwarz

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29 Okt 2010

Flyer für Alles Buch 14

Author: admin | Filed under: meta, vorträge

Das Programm ist fertig und geht am 8.11. in die erste Runde. Hier das Programm (in voller Auflösung hier):

6 Apr 2010

Es geht in die nächste Runde

Author: admin | Filed under: meta

Wir bereiten uns ja schon länger auf die neue Ausgabe der Vortragsreihe vor – und nun startet Alles Buch 14 mit einem eigenen Wiki (erstmal nur Zugriff für registrierte Nutzer, wer glaubt, ein Interesse zu haben, melde ich bei mir). Wegen dieser Zugriffsrechts-Struktur habe ich mal wieder meine Grundkenntnisse in PHP auffrischen dürfen, denn wirklich geeignet ist MediaWiki nicht für nicht-öffentliche Wikis. Ich hoffe, mit genügend allgemeinem Content im Wiki können wir auch den Organisatoren, die uns nachfolgen (die Zyklen werden dank Bachelor kürzer) einen Dienst erweisen und alles zentral sammeln.